Rechnungs­grundlagen

Transparenz bei den Versicherungsverträgen

Unisex Rechnungsgrundlagen ab 21.12.2012

Bei Versicherungsverträgen, die ab dem 21.12.2012 abgeschlossen wurden, unterscheiden wir bei der Festsetzung der Prämien und der Leistungen nicht zwischen den Geschlechtern.

Geschlechtsspezifische Rechnungsgrundlagen bis 20.12.2012

Bei Versicherungsverträgen, die bis zum 20.12.2012 abgeschlossen wurden, gilt: Es dürfen nur dann unterschiedliche Prämien für Frauen und Männer verrechnet werden, „wenn das Geschlecht ein bestimmender Faktor in einer Risikobewertung ist, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht“. Wir verwenden bei den meisten Produkten vom Geschlecht abhängige Rechnungsgrundlagen. Gerne veröffentlichen wir die relevanten Daten bzw. die daraus abgeleiteten Unterschiede.

Er- & Ablebensversicherung und Ablebensversicherung

Für diese Produkte werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind. Sie zeigt die unterschiedlichen Datengrundlagen.

So ergibt sich für Frauen z. B. bei der s Lebens-Versicherung nach Tarif L7 (Beitrittsalter 45, Laufzeit 20 Jahre) bei gleicher Versicherungssumme für den Er- und Ablebensfall eine um ca. 4 % geringere Prämie als für Männer.

Rentenversicherung

Für diese Produkte werden die Rechnungsgrundlagen für die Rentenversicherung AVÖ2005R verwendet, die von der Aktuarvereinigung Österreichs herausgegeben wurden und auf deren Homepage veröffentlicht sind.

So ergibt sich für Männer z. B. bei einer sofort beginnenden Rentenversicherung nach Tarif P77 (Rentenalter 65) bei gleicher Einmalprämie eine um ca. 7 % höhere Rente als für Frauen.

Pflegeversicherung

Für dieses Produkt werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:

Wahrscheinlichkeit, dass Pflegebedürftigkeit eintritt

Diese Eintrittswahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.

Sterblichkeit der nicht pflegebedürftigen Personen

Es werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.

Sterblichkeit der pflegebedürftigen Personen

Diese Sterbewahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.

So ergibt sich für Männer z. B. bei einer Pflegeversicherung nach Tarif LTCD7 (Beitrittsalter 40) bei gleicher versicherter Monatsrente eine um ca. 25 % geringere Prämie als für Frauen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Für dieses Produkt werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:

Wahrscheinlichkeit, dass Berufsunfähigkeit eintritt

Diese Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, getrennt nach vier Berufsgruppen (A, B, C, D), aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert

Sterblichkeit der aktiven Personen

Es werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.

Sterblichkeit der berufsunfähigen Personen

Diese Sterblichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert. Die Invalidensterblichkeiten der Frauen betragen konstant 75 % der Invalidensterblichkeiten der Männer.

So ergibt sich für Männer z. B. bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung nach Tarif BR3 (Beitrittsalter 45, Laufzeit 20 Jahre, Berufsgruppe C) bei gleicher versicherter Jahresrente eine um ca. 1,3 % geringere Prämie als für Frauen.

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Wir beraten Sie gern.

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