Geschlechtsspezifische Rechnungsgrundlagen
Erlebens- und Rentenversicherung |
Pflegeversicherung |
Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung |
Dread Disease Versicherung
Gemäß §9 VAG dürfen nur dann unterschiedliche Prämien für Frauen und Männer verrechnet werden, „wenn das Geschlecht ein bestimmender Faktor in einer Risikobewertung ist, die auf relevanten und genauen versicherungsmathematischen und statistischen Daten beruht“. Wir verwenden bei den meisten Produkten vom Geschlecht abhängige Rechnungsgrundlagen. Gerne veröffentlichen wir die relevanten Daten bzw. die daraus abgeleiteten Unterschiede.
Er- & Ablebensversicherung und Ablebensversicherung
Für diese Produkte werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.
Sie zeigt die unterschiedlichen Datengrundlagen.
So ergibt sich für Frauen z.B. bei einer Er- & Ablebensversicherung nach Tarif 62 (Laufzeit 20 Jahre, Beitrittsalter 45) bei gleicher Versicherungssumme eine um ca. 4% geringere Prämie als für Männer.
Erlebens- und Rentenversicherung
Für diese Produkte werden die Rechnungsgrundlagen für die Rentenversicherung AVÖ2005R verwendet, die von der Aktuarvereinigung Österreichs herausgegeben wurden und auf deren Homepage veröffentlicht sind.
So ergibt sich für Männer z.B. bei einer sofort beginnenden Rentenversicherung nach Tarif P67 (Rentenalter 65) bei gleicher Einmalprämie eine um ca. 7% höhere Rente als für Frauen.
Pflegeversicherung
Für dieses Produkt werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:
Wahrscheinlichkeit, dass Pflegebedürftigkeit eintritt:
Diese Eintrittswahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.
Sterblichkeit der nicht pflegebedürftigen Personen:
Es werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.
Sterblichkeit der pflegebedürftigen Personen:
Diese Sterbewahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.
So ergibt sich für Männer z.B. bei einer Pflegeversicherung nach Tarif LTCD (Beitrittsalter 40) bei gleicher versicherter Monatsrente eine um ca. 27% geringere Prämie als für Frauen.
Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung
Für dieses Produkt werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:
Wahrscheinlichkeit, dass Berufsunfähigkeit eintritt:
Diese Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, getrennt nach vier Berufsgruppen (A, B, C, D), aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert
Sterblichkeit der aktiven Personen:
Es werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.
Sterblichkeit der berufsunfähigen Personen:
Diese Sterblichkeiten wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.
Die Invalidensterblichkeiten der Frauen betragen konstant 75% der Invalidensterblichkeiten der Männer.
So ergibt sich für Männer z.B. bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung nach Tarif BR2 (Beitrittsalter 45, Berufsgruppe C) bei gleicher versicherter Jahresrente eine um ca. 1,5% geringere Prämie als für Frauen.
Dread Disease Versicherung
Für dieses Produkt werden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:
Wahrscheinlichkeit, dass eine schwere Erkrankung eintritt:
Die Wahrscheinlichkeiten für den Eintritt einer schweren Erkrankung, jeweils getrennt für Raucher und Nichtraucher, wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus internationalen langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert
Sterblichkeit vor Eintritt des Versicherungsfalls:
Die Sterbewahrscheinlichkeiten für Männer und Frauen, jeweils getrennt für Raucher und Nichtraucher, wurden gemeinsam mit der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG aus langjährigen Erfahrungswerten erstellt und auf den österreichischen Versicherungsmarkt transformiert.
Sterblichkeit nach Eintritt des Versicherungsfalls:
Es werden die österreichischen Sterbetafeln verwendet, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind.
So ergibt sich für Frauen z.B. bei einer Dread Disease Versicherung nach Tarif DPR (Beitrittsalter 40) bei gleicher Versicherungssumme eine um ca. 26% geringere Prämie als für Männer.